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Trockene Kälte, heiße Kartoffelpuffer – Weihnachtsmarkt in Aschendorf

Es duftet nach frischen Kartoffelpuffern und vor dem Wagen des Heimat- und Bürgervereins drängen sich die hungrigen Besucher des Weihnachtsmarktes. Im Wagen sorgt ein gut gelauntes, eingespieltes Team für ausreichend Nachschub der heißbegehrten Köstlichkeit!
Manch ein Besucher des Weihnachtsmarktes hat noch nie etwas von “Speckedicken” gehört. Dieses herzhafte, waffelähnliche Gebäck wird hier frisch zubereitet und kann direkt verkostet werden.
Ein absoluter Renner sind in diesem Jahr wieder die weit über die Region hinaus bekannten Marmeladen des Heimat- und Bürgervereins. Die zu kleinen und größeren Präsentpäckchen zusammengestellten Leckereien sind beliebte Geschenkideen für Genießer!
Besonders gerne werden in diesem Jahr auch die in vielen Farben leuchtenden Sterne gekauft. Diese in aufwändiger Handarbeit gefertigten Lichtbringer zieren inzwischen unzählige Fenster und Adventstische in Aschendorfer Häusern und schaffen so ein nachhaltiges Verbundenheitsgefühl!

Weihnachtsmarkt in Aschendorf

Auch in diesem Jahr hat der Aschendorfer Weihnachtsmarkt auf dem Gut Altenkamp am ersten Adventswochenende wieder viele Besucher in vorweihnachtliche Stimmung versetzt. Trotz des teilweise schlechten Wetters schmeckten die Reibekuchen des HBV köstlich!

Freude über neuen “Kirchgarten”

Manche Dinge brauchen Zeit, viele eine gute Idee und die meisten jemanden, der die Sache anpackt. Und ein finanzielles Fundament sollte auch nicht fehlen. Im Falle des Projekts “Historischer Kirchgarten” fügte es sich, dass sich das Ergebnis aus dem Mixtum dieser “Zutaten” sehen lassen kann.

Dort, wo viele Jahrzehnte nur Abraum und einige Abrissrelikte des 1969 im Zuge der damaligen Kirchenerweiterung niedergelegten gotischen Chores lagerten, entstand seitlich der Kirchenmauer und gesäumt von einer Reihe uralter Linden, ein kleiner, idyllischer Ruhegarten, der zum Verweilen und Innehalten einlädt.

Dieses gartenarchitektonisch gut gestaltete Refugium ziert mittig ein aus Reststücken alten Maßwerks der abgebrochenen Chorfenster wieder erstelltes gotisches Kirchenfenster, dessen Bestandteile eine über 500jährige Geschichte aufweisen. Abendlich von einer Akzentbeleuchtung ins rechte Licht gesetzt, ist das mit handwerklicher Liebe und in unendlicher Detailarbeit geschaffene Fenster eine späte Referenzerweisung an den aus heutiger Sicht als Bausünde anzusehenden Abriss des ehemaligen Chores.

Ebenfalls uralt sind zwei der drei grabplattengroßen Sandsteinstelen, deren in zeitgemäßem Design gestaltete großformatige Infotafeln Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Kreisstadt Aschendorf, der St.-Amanduskirche und des seinerzeitigen Franziskanerklosters gewähren. Gedacht wurde auch an die Anhänger moderner Medien, die Informationen zusätzlich über die in die Tafelbeschriftungen eingearbeiteten QR-Codes auf den Internetseiten des Heimat- und Bürgervereins abrufen können, der die Texte auch erstellt hat.

Sitzbänke aus altem Sandstein laden den Besucher ein, im Schatten der Linden Platz zu nehmen, aus der Hektik und vielleicht den Sorgen seines Alltags wenigstens für die Dauer des Aufenthaltes im Garten herauszutreten, gedanklich bei sich und den Tafeltexten und vielleicht im Zwiegespräch mit Gott zu verweilen um entschleunigt und gestärkt in die Alltagswelt zurückzukehren, wenn er das Tor dieses Gartens der Stille hinter sich schließt.

Den kirchlichen Segen erhielt der neue Kirchgarten am vergangenen Samstag im Anschluss an die Vorabendmesse unter Beteiligung vieler Gemeindemitglieder durch Pfarrer Ulrich Högemann.