Altenkamp

Geschichtlicher Überblick zum Haus Altenkamp

Vorne

Die genaue Entstehungszeit des Gutes Altenkamp ist nicht bekannt. Man nimmt an, dass es um 1550 durch die Familie von Düthe, genannt Buth zu Tunxdorf, vielleicht als Alten- oder Witwensitz neu gegründet wurde. Davon lässt sich der Name Altenkamp ableiten.

Der Name Aschendorfer Burgmannsitzes ist schon seit dem Mittelalter als „Ollenkamp“ (wie er noch heute im Volksmund heißt) überliefert.

1394 waren Tunxdorf und Altenkamp in der glücklichen Hand der Familie von Dütthe vereinigt. Zwischen 1566 und 1626 konnte die Besitzung durch Zukauf von Ländereien langsam zu einem Gut ausgebaut werden. Anderseits ist aus dem Jahre 1593 zu vernehmen, . . .“dass durch allerhand Kriegsempörung Schulden gemacht sind, -gemeint sind die Religionswirren  vor dem 30jährigen Kriege-, dass man schwere Kriegsbeschwerden gleich den anderen von Adel  tragen müsse, und dass dazu die Unterhaltung des Deiches an der Ems schwer auf Ihnen laste. Gleichzeitig entstanden als Folge  dieser unverschuldeten schlimmen Finanzlage Zwistigkeiten untern den Familienmitgliedern“.

In einem Erbvergleich mit seinem Bruder Johann Casper erhielt Gerd Tiemann von der Ruhr (Ruer) 1694 den Burgmannssitz Altenkamp. Da er in ungünstigen Vermögensverhältnissen lebte, wurde die Besitzung Altenkamp  am 18.03.1723 an den Drosten des Emslandes, Herr Anton von Velen, übereignet, der im Jahre 1728 mit dem Bau eines neuen Herrenhauses und des Gartens im Stil des niederländischen Barocks begann. Hermann Anton von Velen, Erbdrost von Emsland, unterstand dem Kurfürsten und Erzbischof Clements August von Köln.

Das so genannte Schloss ist wahrscheinlich von dem münsterschen Architekten Peter Pictorius d.J. geplant worden. Der Architekt der barocken Gartenanlage ist nicht bekannt, obwohl man versucht, diese dem späteren Architekten von Clementswerth, Johann Conrad Schlaun, zuzuschreiben.

Da Hermann Anton von Velen keine direkten männlichen Erben hatte, ging das Gut Altenkamp 1756 durch die Heirat seiner Tochter an Clement August von Landsberg zu Erwitte.

Durch die Säkularisation (Anfang des 19. Jahrhunderts) erlosch das Drostenamt, und das Emsland wurde an das Königreich Hannover angegliedert. Für die Familie Landsberg-Velen verlor die Besitzung Altenkamp nach der Ablösung Papenburgs von den gutsherrlichen Rechten 1853 jede Bedeutung. Darum verkaufte Ignatz Graf von Landsberg zu Velen und Gemen Altenkamp an seinen Administrator und Aschendorfer Amtsrichter, Georg Behnes, in dessen Familie das Gut bis 1981 blieb.

Bekannte Persönlichkeiten haben im laufe der Zeit im Haus Altenkamp Quartier genommen: Im Jahre 1795 waren es Wellington und Blücher.

Garten

Heute finden im alten barocken Garten diverse Freilichtveranstaltungen statt. Das Haus Altenkamp wird für verschieden Kunstausstellungen genutzt. Alle frisch Verliebten haben die Möglichkeit sich in einer romantischen Atmosphäre im Haus standesamtlich trauen zu lassen. Nach der standesamtlichen Trauung besteht die Möglichkeit die Kellerräume für die Feierlichkeiten anzumieten. Die Kellerräume stehen natürlich auf für andere Feierlichkeiten zur Verfügung.