Category Archives: Heimathof

Wo der HBV zu Hause ist

Werbung ist nicht alles, aber ohne Werbung ist alles nichts! Das gilt auch für den HBV und sein Heimathaus, gemeinhin auch als die „gute Stube Aschendorfs“ bezeichnet.

Bislang  gelangten Besucher eben zu jener „guten Stube“ im Ort, wenn sie dem entsprechenden und handwerklich auch sehr ansehnlich mit einem dekorativen Pfannendach gestalteten Hinweis- und Empfangsschild an der Zufahrt folgten. Wurde dieses Schild indes übersehen, bei Dunkelheit mangels Beleuchtung nicht wahrgenommen, oder Besucher gelangten nur zufällig auf das Gelände des Heimathofs, mussten sie sich als ortunkundige Personen erst vergewissern, dass es sich bei dem vorgefundenen Gulfhaus Waldseestraße 20 um das Heimathaus handelt. Diesem Mangel wurde nun abgeholfen.

Seitlich vom Giebel, dort wo sich auch der Eingang zu Veranstaltungen auf der Diele befindet, wurde ein beidseitig beleuchtbares Werbeschild angebracht. Auf der Vorderseite zeigt es neben dem Vereinslogo deutlich sichtbar den Hausnamen und darunter für Veranstaltungsgäste den zusätzlichen Hinweis „Deele“.

Besuchern, die das Haus nach einer Veranstaltung verlassen, und deren Blick dabei auf die Rückseite des Werbeschildes fällt, wird der Sinnpruch „HBV und HEIMAT – Passt. Immer.“ mit auf den Weg gegeben. Gleichzeitig werden die Gäste mit dem plattdeutschen Gruß „Kiek moal weer in!“ verabschiedet und zu einem erneuten Besuch eingeladen.

Ein Gruß geht bei dieser Gelegenheit auch an alle „Buten Askendörper“, die das Heimathaus kennen und sich, egal wo auf der Welt sie sich jetzt aufhalten, gern an ihre Heimat erinnern. Vielleicht schreiben Sie uns mal, wo Sie dieser Gruß erreicht hat. Heimat verbindet!

Einen weiteren Gruß möchte ich auch an all jene Bürgerinnen und Bürger bei uns richten, die hier ihren neuen Lebensmittelpunkt gefunden haben und Aschendorf als neue Heimat annehmen. Sie sind willkommen und gern gesehen. Machen Sie mit bei unseren Aktivitäten! Das Heimathaus steht auch Ihnen offen. Ein Miteinander ist die beste Voraussetzung für gegenseitiges und kulturübergreifendes Verständnis.   

Hans-U. Feller

stv. Vorsitzender

Frühjahrsputz aller Orten – und Sie machen mit!

IMG_0865Das Virus des Frühjahrsputzes infiziert in diesen Tagen nicht nur Hausfrauen und Kleingärtner, sondern sogar Kommunen und Vereine.

Die Stadt startet unter der bekannten Überschrift „Papenburg räumt auf“ ihre alljährliche Aufräumaktion, bei der sich Vereine und Bürger engagieren und so aktiv mit für eine sauberere Umwelt sorgen. In Aschendorf findet die Aktion am Samstag, 18. März 2017, statt. Treffpunkt ist auch für die HBV-Beteiligten um 9.30 Uhr beim Schützenhaus am Neuen Marktplatz (und nicht am Heimathaus). Zu der Aktion sind sowohl „altgediente“ als auch neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen. Festes Schuhwerk, Handschuhe und ggf. eine Abfallzange sind nützlich. Den Abschluss gegen Mittag bildet ein gemeinsames Essen der Helferinnen und Helfer im Schützenhaus.

Der Heimat- und Bürgerverein Aschendorf e. V. veranstaltet am Samstag, 1. April 2017, ab 9.00 Uhr erstmals einen Hoftag, an dem insbesondere das Außengelände des Heimathofs und dessen Nahbereich einem Frühjahrsputz unterzogen werden, damit das Heimathaus und sein Umfeld rechtzeitig zum Palmsonntag mit geschmücktem Osterbrunnen und zum Osterfest dann auch mit Hunderten blühender Narzissen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich lenken und startbereit für die neue Saison sind. Der Hoftag ist zwar eine neue Einrichtung im Programmspektrum, aber entgegen dem Eindruck, den das Datum vielleicht vermittelt, nicht die Erfindung eines neuen Aprilscherzes! An der Aktion nehmen möglichst alle Vorstands- und Interessengruppenmitglieder teil. Weitere Vereinsmitglieder, Freunde und sonst Interessierte, denen der Heimathof am Herzen liegt und die Lust und Laune haben, sind ebenfalls herzlich zum Mitmachen am Hoftag eingeladen. Auch wenn Sie vielleicht nicht so fit sind, gibt es für Sie etwas, das wichtig zu tun ist, Sie aber nicht über Gebühr belastet! Generell sind festes Schuhwerk und Handschuhe günstig und mitzubringen. Arbeitsgeräte  hingegen werden zur Verfügung gestellt. Für eine Beköstigung ist ebenfalls gesorgt. Ende der Aktion wird gegen Mittag sein.

Hans-U. Feller, stv. Vorsitzender

Aktion „Use moje Platt“ – und der HBV macht mit!

DSC_7017Der „plattdütske Sönndagnömmedach“, den der HBV am 22. Mai 2016 auf dem Aschendorfer Heimathof ausrichtete, war ein gelungener Beitrag zum „Plattdeutschen Jahr 2016“, das unter dem Motto „Use moje Platt“ steht.

Wie HBV-Chef Gerd Harpel und der stv. Vereinsvorsitzende Hans-Ulrich Feller in einer Nachbesprechung verlauten ließen, zollen sie allen Helferinnen und Helfern herzlichen Dank für die Vorbereitung und Durchführung und den zahlreichen Besuchern Dank für das lebhafte Interesse an der Veranstaltung. Besonderes Lob verdienen auch die vielen fleißigen Kuchenbäckerinnen, die das Kuchenbuffet mit tollen Backleistungen bereicherten und so zu einem Erlebnis auch  für den verwöhnten Gaumen machten.

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IMG_5238Das Programm für den Nachmittag hatte weitgehend die Plattprooter-Gruppe des Vereins unter Angela Klaßen gestaltet, und die Gästebewirtung lag in Händen von Anni Eiken. Spiel, Spaß und Unterhaltung sorgten für Abwechslung und fanden bei Jung und Alt Anklang. Kinderspiele aus früherer Zeit lebten mit Hildegard Gerdes wieder auf und hielten die kleinen Besucher und ein plattdeutsches Familienquiz auch manche ihrer Eltern in Atem.

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Ein in Bestzustand präsentierter 65 Jahre alter ALLGAIER-Trecker brachte vornehmlich Jungs, aber oft auch deren Väter zum Staunen.

DSC_7022Die offenen Werkstätten des Stellmachers, des Holzschuhmachers und des Drechslers weckten die Neugierde vieler Besucher an alten Handwerkstechniken. Mit zwei in der „Kolden Stoave“ (Wohnzimmer) des Heimathauses vorgetragenen kurzweiligen Lesungen aus seinem neuen Buch „hüügen un haefst“ zog indes der plattdeutsche Autor Hermann May aus Meppen seine Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann. Dabei gelang es dem Autor, einen Bogen zwischen eher nachdenklichen und andererseits feinsinnig lustigen Texten zu Begebenheiten aus dem täglichen Leben zu spannen, virtuos vorgetragen mit der unnachahmlichen Aussagekraft eines gekonnt gesprochenen Platt in Hümmlinger Mundart.

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Ortsbürgermeister Friedhelm Führs und der ehemalige Papenburger Bürgermeister Ulli Nehe fanden ebenfalls Zeit für einen Besuch der Veranstaltung. Nehe als Mitglied des Arbeitskreises Plattdeutsch im Heimatverein Papenburg e. V. nutzte seinen Besuch auch, um die vom Arbeitskreis herausgegebene CD „Use moije Platt“ mit „Vertellsels van hier“ vorzustellen. Zu den Sprecherinnen und Sprechern auf der CD gehören geübte und zumeist ortsbekannte Plattdeutschfreunde. Führs oblag es später, zusammen mit Gerd Harpel und einem als Glücksgöttin fungierenden kleinen Mädchen, die Preisverleihung an die Gewinner des plattdeutschen Familienquiz vorzunehmen.

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Auf der Tennenbühne sorgten die überraschend stark vertretene Volksliedergruppe und zwei von Maria Leffers und Hermann Schulte gekonnt in Szene gesetzte plattdeutsche Theatersketche für Stimmung, und  Sänger wie Schauspielakteure erhielten viel und verdienten Beifall für die unterhaltsame Bereicherung der Kaffeetafel.

DSC_7041Und für den abendlichen Hunger zu Hause wappnete sich manche Familie mit einem frischen Brot aus dem Steinofen des Backhauses. Leider konnte das Backteam dabei der starken Nachfrage nicht ganz gerecht werden, weil die Leistungsgrenze des Backofens erreicht war. Aber ein nächster Backtag kommt bestimmt!

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Als hätte es so sein sollen, stand der Nachmittag trotz ungünstiger Vorhersagen auch wettermäßig unter einem guten Stern. Ein gegen 18.00 Uhr niedergehender, kräftiger Regenschauer konnte der Veranstaltung nichts mehr anhaben. Fazit: Dat was en richtig mojen Sönndagnömmedach up’n Askendörper Heimathoff!

Hans-U. Feller